Die günstigsten Krankenkassen der Schweiz 2027
Agrisano hat 2027 in 23 von 42 Prämienregionen das günstigste Angebot für Erwachsene (Franchise CHF 300, mit Unfall, alle Modelle), danach folgen Atupri (6 Regionen) und ÖKK (3). In den Städten sieht es anders aus: Im Standardmodell ist in Zürich SLKK am günstigsten, in Bern Sanitas, in Genf Assura. Zwischen der teuersten Standardprämie und dem günstigsten Angebot liegen in der Stadt Zürich CHF 2’587 pro Jahr, im Kanton Uri sogar CHF 3’923. Doch der billigste Anbieter ist nicht automatisch die beste Wahl: Die Kundenzufriedenheit unterscheidet sich deutlich.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen das Prämien-Ranking 2027 für Zürich, Bern und Genf, erklären, wie Sparmodelle (Praxis, Flex, Telmed) die Prämien weiter senken, und worauf Sie bei reinen Billigkassen achten sollten. Die offiziellen Durchschnittswerte und alle Kantone finden Sie unter Krankenkassenprämien 2027: alle Kantone. Wie oft jede Kasse zu den günstigsten gehört, zeigt die Liste alle Krankenkassen der Schweiz im Überblick.
Grundregel
Die günstigste Prämie finden Sie meist mit der Kombination: Sparmodell (Praxis, Flex oder Telmed) + höchste Franchise (CHF 2’500). Diese Kombination senkt die monatliche Prämie gegenüber dem Standardmodell mit Franchise CHF 300 bei den grossen Kassen um rund 30 bis 40 Prozent.
Prämien-Ranking Stadt Zürich 2027
Zürich ist der bevölkerungsreichste Kanton der Schweiz. In der Stadt Zürich (Prämienregion 1) liegen zwischen der günstigsten und der teuersten Kasse im Standardmodell CHF 117.70 pro Monat.
Monatliche Prämien für Erwachsene (26+), Franchise CHF 300, mit Unfall, Standardmodell (Prämienregion 1, z. B. Stadt Zürich, PLZ 8001):
| Rang | Krankenkasse | Monatsprämie | Differenz zum Günstigsten |
|---|---|---|---|
| 1 | SLKK | CHF 633.00 | — |
| 2 | Sumiswalder Krankenkasse | CHF 634.80 | +CHF 1.80 |
| 3 | Sanitas | CHF 643.80 | +CHF 10.80 |
| 4 | Atupri | CHF 644.30 | +CHF 11.30 |
| 5 | Krankenkasse Wädenswil | CHF 649.20 | +CHF 16.20 |
| 6 | EGK | CHF 652.00 | +CHF 19.00 |
| 7 | Concordia | CHF 652.10 | +CHF 19.10 |
| 8 | Sympany | CHF 655.00 | +CHF 22.00 |
| 9 | Assura | CHF 656.20 | +CHF 23.20 |
| 10 | Mutuel (Groupe Mutuel) | CHF 661.60 | +CHF 28.60 |
Quelle: BAG, Prämien 2027, Zürich Region 1, Erwachsene, Franchise 300, mit Unfall, Standardmodell.
Zwischen SLKK (Rang 1) und SWICA (CHF 692.10) liegen CHF 59.10 pro Monat, das sind CHF 709.20 pro Jahr. Bis zur teuersten Kasse (Galenos, CHF 750.70) sind es CHF 1’412.40 pro Jahr. Über alle Modelle ist Atupri im Praxis-Modell mit CHF 535.10 am günstigsten. Dieser Unterschied zeigt, wie viel Sparpotenzial in einem Kassenwechsel steckt. SWICA liegt dafür in den Kundenumfragen 2026 vorne.
Prämien 2027 · BAG-Daten
Günstig oder bekannt: Was die Kassen in Zürich kosten
Offizielle Monatsprämien der Grundversicherung für die günstigsten und die bekanntesten Kassen. Wählen Sie Ihren Wohnort, Ihr Profil und das günstigste Modell.
günstigste Kasseim Ranking obenweitere Kassen
Monatsprämien 2027 laut BAG für die Prämienregion der angegebenen PLZ. «Günstigstes Modell» = das günstigste Angebot der Kasse (Hausarzt, HMO oder Telmed).
Prämien-Ranking Stadt Bern 2027
Gleiches Profil: Erwachsene (26+), Franchise CHF 300, mit Unfall, Standardmodell (Prämienregion 1, z. B. Stadt Bern, PLZ 3011):
| Rang | Krankenkasse | Monatsprämie | Differenz zum Günstigsten |
|---|---|---|---|
| 1 | Sanitas | CHF 653.70 | — |
| 2 | Sympany | CHF 662.00 | +CHF 8.30 |
| 3 | Helsana | CHF 664.00 | +CHF 10.30 |
| 4 | Sumiswalder Krankenkasse | CHF 671.30 | +CHF 17.60 |
| 5 | Atupri | CHF 678.90 | +CHF 25.20 |
Quelle: BAG, Prämien 2027, Bern Region 1, Erwachsene, Franchise 300, mit Unfall, Standardmodell.
In der Stadt Bern hat 2027 Sanitas die tiefste Standardprämie, Helsana liegt auf Rang 3. KPT mit Sitz in Bern kostet im Standardmodell CHF 701.00 und damit rund CHF 47 mehr als die günstigste Kasse; in der Comparis-Umfrage 2026 erreicht KPT die Note 5,0. Über alle Modelle ist Sanitas im Praxis-Modell mit CHF 568.70 am günstigsten.
Prämien-Ranking Genf 2027
Genf gehört zu den Kantonen mit den höchsten Prämien. Hier lohnt sich ein Vergleich besonders.
Gleiches Profil: Erwachsene (26+), Franchise CHF 300, mit Unfall, Standardmodell (PLZ 1201):
| Rang | Krankenkasse | Monatsprämie |
|---|---|---|
| 1 | Assura | CHF 711.20 |
| 2 | Sympany | CHF 724.00 |
| 3 | EGK | CHF 726.10 |
| 4 | ÖKK | CHF 729.00 |
| 5 | Atupri | CHF 732.50 |
Quelle: BAG, Prämien 2027, Genf (eine Prämienregion), Erwachsene, Franchise 300, mit Unfall, Standardmodell.
In Genf liegt die günstigste Standardprämie (Assura, Franchise CHF 300) 2027 bei CHF 711.20 pro Monat, rund CHF 58 mehr als die günstigste Kasse in der Stadt Bern (CHF 653.70). Mit Franchise CHF 2’500 und Flex-Modell sinkt die Prämie bei Assura auf CHF 483.40 (mit Unfall).
Welche Kasse ist an Ihrem Wohnort am günstigsten?
Das hängt von Ihrer PLZ, Ihrem Modell und Ihrer Franchise ab. Robert Kolar (25 Jahre Krankenversicherung) und Nicole Bohne (10 Jahre Vorsorge) vergleichen alle Kassen für Ihr Profil: 45 Minuten per Video, kostenlos.
So sparen Sie zusätzlich: Alternative Versicherungsmodelle
Der grösste Hebel zur Prämienreduktion neben dem Kassenwechsel ist das Versicherungsmodell. Laut BAG-Daten 2027 (Erwachsene, Franchise CHF 300, mit Unfall) sind Praxis-, Flex- und Telmed-Tarife im Mittel rund 12 Prozent günstiger als das Standardmodell derselben Kasse; bei der Hälfte der Angebote liegt der Rabatt zwischen rund 9 und 14 Prozent. Seit 2027 fasst das BAG Hausarzt- und HMO-Modelle in der Kategorie «Praxis» zusammen und führt neu die Kategorie «Flex»: Dort wählen Sie bei jedem Gesundheitsproblem zwischen mehreren ersten Anlaufstellen, etwa Hausarztpraxis, Telemedizin oder Apotheke.
Telmed-Modell
Beim Telmed-Modell rufen Sie vor einem Arztbesuch eine medizinische Hotline an (oder nutzen eine App). Ein Arzt oder eine Ärztin berät Sie telefonisch und empfiehlt das weitere Vorgehen. Viele Anliegen lassen sich direkt am Telefon klären, was Arztbesuche spart.
Vorteile: Schnelle Erstberatung rund um die Uhr (bei vielen Anbietern), keine Bindung an einen bestimmten Arzt.
Nachteile: Zusätzlicher Schritt vor jedem Arztbesuch, telefonische Beratung kann bei komplexen Anliegen an Grenzen stossen.
Hausarztmodell (BAG-Kategorie Praxis)
Sie wählen einen festen Hausarzt als erste Anlaufstelle. Spezialisten konsultieren Sie nur mit Überweisung. Das stärkt die Kontinuität der Betreuung und vermeidet Doppeluntersuchungen.
Vorteile: Persönliche Beziehung zum Hausarzt, koordinierte Behandlung, günstiger als Standard.
Nachteile: Weniger Flexibilität bei der Arztwahl, Wartezeiten beim Hausarzt möglich.
HMO-Modell (BAG-Kategorie Praxis)
Sie lassen sich in einem HMO-Zentrum (Gruppenpraxis) behandeln. Alle Ärzte unter einem Dach sorgen für kurze Wege und koordinierte Behandlung. HMO-Modelle sind nicht in allen Regionen verfügbar.
Vorteile: Prämienersparnis, integrierte Versorgung, kurze Wege.
Nachteile: Eingeschränkte Arztwahl, HMO-Zentren vor allem in Städten und Agglomerationen, längere Wartezeiten möglich.
Mehr zu den verschiedenen Modellen erfahren Sie in unserem Artikel über Versicherungsmodelle in der Schweiz.
Rechenbeispiel: Maximale Einsparung
Eine 35-jährige Person in der Stadt Zürich zahlt bei Helsana im Standardmodell mit Franchise CHF 300 (mit Unfall) 2027 monatlich CHF 676.00. Bei Atupri im Praxis-Modell mit Franchise CHF 2’500 sind es CHF 406.80. Das ergibt eine Jahresersparnis von CHF 3’230.40. Allerdings tragen Sie mit Franchise CHF 2’500 im Krankheitsfall bis zu CHF 2’200 mehr selbst (BAG, Prämien 2027, Zürich Region 1, Erwachsene, mit Unfall).
Wechsel-Rechner
Was sparen Sie mit einem Wechsel?
Gleiche Leistungen, anderer Preis: So viel liegt zwischen Ihrer Kasse und dem günstigsten Angebot in Ihrer Region.
Mögliche Ersparnis pro Jahr
Monatsprämien 2027 laut BAG, Prämienregion der angegebenen PLZ. Wechsel per 1. Januar: Die Kündigung muss bis 30. November bei der Kasse sein.
Die Franchise: Der zweite grosse Hebel
Die Wahl der Franchise hat einen enormen Einfluss auf die Prämie. Für Erwachsene stehen sechs Franchisestufen zur Verfügung: CHF 300, 500, 1’000, 1’500, 2’000 und 2’500.
| Franchise | Assura Zürich Standard | Ersparnis vs. CHF 300 | Maximales Risiko |
|---|---|---|---|
| CHF 300 | CHF 656.20 | — | CHF 8’874.40/Jahr |
| CHF 500 | CHF 644.60 | CHF 139.20/Jahr | CHF 8’935.20/Jahr |
| CHF 1’000 | CHF 615.40 | CHF 489.60/Jahr | CHF 9’084.80/Jahr |
| CHF 1’500 | CHF 586.20 | CHF 840.00/Jahr | CHF 9’234.40/Jahr |
| CHF 2’000 | CHF 557.10 | CHF 1’189.20/Jahr | CHF 9’385.20/Jahr |
| CHF 2’500 | CHF 527.90 | CHF 1’539.60/Jahr | CHF 9’534.80/Jahr |
Monatsprämien 2027 für Erwachsene (26+), mit Unfall, PLZ 8001 (BAG, Prämien 2027, Zürich Region 1, Standardmodell). Die Spalte “Maximales Risiko” zeigt die Gesamtkosten im schlimmsten Fall: 12 Monatsprämien + Franchise + maximaler Selbstbehalt (10% auf CHF 7’000 = CHF 700). Bei der Franchise CHF 2’500 ist das maximale Risiko zwar höher, aber die Prämienersparnis kompensiert das in den meisten Jahren deutlich — vorausgesetzt, Sie sind gesund. Mehr als CHF 1’540 pro Jahr darf die Ersparnis gegenüber der Franchise CHF 300 übrigens nicht betragen: Die Prämienreduktion ist auf 70 Prozent des zusätzlich übernommenen Risikos begrenzt (KVV Art. 95).
Unsere detaillierte Berechnung, welche Franchise sich für welches Gesundheitsprofil lohnt, finden Sie im Artikel Die richtige Franchise wählen.
Warnung: Günstig heisst nicht immer gut
Die tiefste Prämie zu wählen, kann ein Fehler sein. Assura und Groupe Mutuel liegen in den Kundenumfragen seit Jahren hinten. Andere günstige Kassen wie Sanitas oder Concordia erreichen dagegen gute Umfragewerte.
Assura: tiefe Prämien, tiefste Umfragewerte
Assura hat 2027 in Genf die tiefste Standardprämie und in der Stadt Zürich mit dem Flex-Modell eines der günstigsten Angebote (CHF 541.40, Erwachsene, Franchise 300, mit Unfall). Gleichzeitig liegt Assura in der Comparis-Umfrage seit 2024 jedes Jahr auf dem letzten Platz, 2026 mit Note 4,7 von 18 Kassen. Worauf Sie achten sollten (Details im Assura-Profil):
- Strenge Regeln in den Sparmodellen: Ein Überweisungsschein muss innert 30 Tagen vorliegen. Bei PharMed und Gesundheitsnetz zahlt Assura keine Medikamente aus anderen Apotheken.
- Knappe Reserven: Die Solvenz in der Grundversicherung liegt knapp über dem gesetzlichen Minimum.
- Zusatzversicherungen: Bestehende Leiden werden beim Antrag ausgeschlossen, die Mindestdauer beträgt bis zu drei Jahre.
- Positiv: Wenn Arzt, Apotheke oder Labor direkt mit Assura abrechnen, müssen Sie nichts mehr vorschiessen.
Groupe Mutuel: meist über dem Median, gemischte Erfahrungen
Die Mutuel (Groupe Mutuel) liegt 2027 im Standardmodell in der Stadt Zürich (CHF 661.60) und in Bern (CHF 692.90) unter dem Median aller Kassen, in Genf (CHF 779.30) leicht darüber. Schweizweit liegt ihre Standardprämie in 33 von 42 Prämienregionen über dem Median. In den Kundenumfragen liegt die Gruppe hinten: moneyland 2025 mit 7,0 von 10 der tiefste Wert, und das Preis-Leistungs-Verhältnis bewerten die Kundinnen und Kunden bei moneyland 2026 mit nur 6,5 Punkten. Die Gruppe führt mehrere Kassen mit eigenen Prämien (etwa Mutuel, Avenir und Philos), was zu Verwirrung führen kann.
Unsere Einschätzung
Wer gesund ist, selten zum Arzt geht und primär Prämien sparen will, kann mit Assura oder Groupe Mutuel zufrieden sein. Kassen mit besseren Umfragewerten sind aber oft kaum teurer: In der Stadt Zürich kostet Concordia (Comparis 2026: Note 5,0) im Standardmodell 2027 CHF 4.10 weniger als Assura, KPT (5,0) CHF 7.70 mehr und Helsana (5,1) CHF 19.80 mehr pro Monat.
Die optimale Sparstrategie 2027
Die klügste Herangehensweise kombiniert mehrere Hebel:
Schritt 1: Versicherungsmodell wählen Wenn Sie einen festen Hausarzt haben und ohnehin zuerst dorthin gehen, wählen Sie ein Praxis-Modell: Sie erhalten im Mittel rund 12 Prozent Rabatt für ein Verhalten, das Sie ohnehin an den Tag legen. Wenn Sie technikaffin sind, ist ein Telmed- oder Flex-Modell eine gute Option.
Schritt 2: Franchise optimieren Für gesunde Erwachsene mit Gesundheitskosten unter rund CHF 2’000 pro Jahr lohnt sich die Franchise CHF 2’500. Darüber fahren Sie mit CHF 300 meist besser.
Schritt 3: Kasse vergleichen — aber nicht nur auf den Preis schauen Vergleichen Sie die drei bis fünf günstigsten Kassen an Ihrem Wohnort mit dem Prämienrechner und prüfen Sie deren Kundenzufriedenheitsbewertungen. Die zweit- oder drittgünstigste Kasse hat oft deutlich bessere Umfragewerte als der absolute Preisführer.
Schritt 4: Prämienverbilligung prüfen Personen mit tiefem Einkommen haben Anspruch auf individuelle Prämienverbilligung (IPV). Die Einkommensgrenzen und Fristen legt jeder Kanton selbst fest; Auskunft gibt die kantonale Durchführungsstelle.
Schnell-Check
Welche Kasse passt zu Ihnen?
Welche günstige Kasse passt zu Ihnen?
Telmed-, Flex- oder Praxis-Modell, Franchise CHF 2’500
Maximale Ersparnis bei minimalem Servicebedarf. Unter den grossen Kassen haben Sanitas und Assura 2027 dafür am häufigsten das günstigste Angebot. Zusatzversicherungen können Sie bei einer anderen Kasse abschliessen.
Praxis-Modell, Franchise CHF 300
Günstige Prämien und gute Umfragewerte (Comparis 2026: je Note 5,0). Vergleichen Sie auch die Kinderprämien an Ihrem Wohnort.
Praxis-Modell, Franchise CHF 1’500
Guter Kompromiss zwischen Prämie und Service. Die moderate Franchise passt zu gelegentlichen Arztbesuchen.
Standardmodell, Franchise CHF 300
Freie Arztwahl erleichtert komplexe Behandlungen. Beide Kassen haben gute Umfragewerte (Comparis 2026: SWICA 5,1, Concordia 5,0), das rechtfertigt die etwas höhere Prämie.
Die günstigste Kasse nach Versichertenprofil
Nicht jede günstige Kasse passt zu jedem Profil. Hier unsere Empfehlungen:
Junger, gesunder Single (25–35 Jahre): Sanitas (Telmed) oder Assura (Flex) mit Franchise CHF 2’500. In der Stadt Zürich kosten beide 2027 rund CHF 384 pro Monat (Erwachsene, ohne Unfall). Maximale Ersparnis, minimaler Servicebedarf. Zusatzversicherungen können Sie auch bei einem anderen Anbieter abschliessen.
Familie mit Kindern: Concordia oder KPT im Praxis-Modell mit Franchise CHF 300 (für Kinder gilt ohne andere Wahl die Franchise CHF 0). Beide Kassen haben 2027 günstige Prämien und gute Umfragewerte.
Gesunde 50+ ohne chronische Erkrankung: Atupri oder KPT mit Franchise CHF 1’500 im Praxis-Modell. Guter Kompromiss zwischen Prämie und Service, moderate Franchise für gelegentliche Arztbesuche.
Chronisch Kranke: SWICA oder Concordia mit Franchise CHF 300 im Standardmodell. Freie Arztwahl ist wichtig für komplexe Behandlungen, und beide Kassen liegen in den Kundenumfragen vorne.
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Wechselfristen und nächste Schritte
Die Prämien 2027 sind seit dem 29. September 2026 veröffentlicht. Ihre Kasse muss Ihnen die neue Prämie bis spätestens 31. Oktober mitteilen. Der Wechsel der Grundversicherung per 1. Januar 2027 ist möglich, wenn die Kündigung bis 30. November 2026 bei Ihrer aktuellen Kasse eintrifft. Massgebend ist der Eingang bei der Kasse, nicht der Poststempel; ein Einschreiben ist empfohlen (KVG Art. 7).
Wer die ordentliche Franchise CHF 300 im Standardmodell hat (kein Sparmodell), kann zusätzlich per 30. Juni wechseln. Dafür muss die Kündigung bis 31. März bei der Kasse sein.
Checkliste für den Wechsel:
- Prämien vergleichen (ab Ende September für das Folgejahr)
- Kundenzufriedenheitsbewertungen prüfen
- Neuen Antrag bei der Wunschkasse stellen
- Bestätigung der neuen Kasse abwarten
- Alte Kasse per Einschreiben kündigen (Eingang bis 30. November)
- Versicherungsausweis der neuen Kasse erhalten (Dezember/Januar)
Jeden Schritt mit Kündigungsvorlage erklärt die Anleitung Krankenkasse wechseln: Schritt für Schritt.
Häufig gestellte Fragen
Welche ist die günstigste Krankenkasse der Schweiz 2027?
Es gibt keine landesweit günstigste Kasse. Laut BAG-Daten 2027 (Erwachsene, Franchise CHF 300, mit Unfall, alle Modelle) hat Agrisano in 23 von 42 Prämienregionen das günstigste Angebot. Im Standardmodell ist in der Stadt Zürich SLKK am günstigsten, in Bern Sanitas, in Genf Assura. Die genaue Rangfolge hängt vom Wohnort ab.
Wie viel kann ich durch einen Kassenwechsel sparen?
Im Standardmodell mit Franchise CHF 300 beträgt die Differenz zwischen günstigster und teuerster Kasse in der Stadt Zürich 2027 CHF 1’412.40 pro Jahr (Erwachsene, mit Unfall). Mit Sparmodell und hoher Franchise kann die Ersparnis über CHF 3’000 pro Jahr betragen, zum Beispiel CHF 3’230.40 von Helsana Standard (Franchise CHF 300) zu Atupri Praxis (Franchise CHF 2’500).
Sind günstige Kassen schlechter?
In der Grundversicherung sind die Leistungen identisch. Unterschiede gibt es beim Service: Bearbeitungszeit, Erreichbarkeit, Beschwerdemanagement. Assura liegt in der Comparis-Umfrage seit 2024 auf dem letzten Platz, Groupe Mutuel hatte bei moneyland 2025 den tiefsten Wert. Andere günstige Kassen wie Sanitas oder Concordia erreichen dagegen gute Umfragewerte.
Lohnt sich das Telmed-Modell?
Für die meisten Versicherten ja. Der Prämienrabatt liegt 2027 im Mittel bei rund 12 Prozent, und die telefonische Erstberatung löst viele Anliegen schnell. Wer bereits weiss, welchen Spezialisten er braucht (z.B. bei chronischen Erkrankungen), kann das Telmed als umständlich empfinden.
Für wen lohnt sich die Franchise CHF 2’500?
Für gesunde Erwachsene mit Gesundheitskosten unter rund CHF 2’000 pro Jahr. Die Prämienersparnis gegenüber Franchise CHF 300 beträgt in der Stadt Zürich 2027 CHF 1’539.60 pro Jahr (Standardmodell, mit Unfall), gesetzlich sind höchstens CHF 1’540 möglich. Ab rund CHF 2’000 Gesundheitskosten pro Jahr fahren Sie mit der tiefsten Franchise besser.
Gelten die gleichen Prämien für Kinder?
Nein. Kinder (0–18 Jahre) zahlen deutlich tiefere Prämien und haben eine Franchise von CHF 0 (es sei denn, Sie wählen freiwillig eine höhere). Die mittlere Kinderprämie beträgt 2027 CHF 128.10 pro Monat (+4,6 %). Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind in Franken geringer als bei Erwachsenen.
Habe ich Anspruch auf Prämienverbilligung?
Das hängt von Ihrem Einkommen und Ihrem Wohnkanton ab. Jeder Kanton legt eigene Einkommensgrenzen und Fristen fest. Zuständig ist eine kantonale Stelle, im Kanton Zürich die SVA Zürich.
Ist ein Kassenwechsel riskant?
Nein. In der Grundversicherung besteht Aufnahmepflicht — die neue Kasse muss Sie aufnehmen, unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand. Es gibt keine Wartefristen und keinen Verlust von Leistungen. Einzig bei Zusatzversicherungen besteht kein Aufnahmerecht.
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