1. Die 3-Monats-Frist
Jede Person, die sich in der Schweiz anmeldet, hat genau drei Monate Zeit, eine obligatorische Krankenversicherung (KVG) abzuschliessen. Anders als in Deutschland, wo Sie automatisch über den Arbeitgeber versichert sind, müssen Sie sich in der Schweiz selbst darum kümmern. Sie sind zwar rückwirkend ab dem ersten Aufenthaltstag versichert — versäumen Sie jedoch die Frist, drohen Strafzuschläge und eine eingeschränkte Anbieterwahl.
2. Die richtige Franchise wählen
Die Franchise ist Ihr jährlicher Selbstbehalt — vergleichbar mit der Selbstbeteiligung in der deutschen PKV, aber mit anderen Regeln. In der Schweiz reicht sie von CHF 300 bis CHF 2'500 für Erwachsene. Ein häufiger Fehler: eine mittlere Franchise zu wählen. In den meisten Fällen ist finanziell nur die niedrigste oder die höchste Franchise sinnvoll — abhängig von Ihrem erwarteten Arztbesuchsverhalten.
3. Managed-Care-Modelle
Sie können Ihre Prämien senken, indem Sie ein alternatives Versicherungsmodell wählen:
- ● HMO: Sie müssen immer zuerst ein bestimmtes Gesundheitszentrum aufsuchen.
- ● Hausarztmodell: Sie legen einen festen Hausarzt als erste Anlaufstelle fest — ähnlich dem deutschen Hausarztprinzip, aber verbindlich.
- ● Telmed: Sie rufen vor jedem Arztbesuch eine medizinische Hotline an.