Zusammenfassung
- Zahlen Sie als Angestellter bis zu CHF 7'258 ein, um sofort maximale Steuervorteile zu nutzen.
- Wechseln Sie von klassischen Banksparlösungen zu kostengünstigen digitalen Fondsanbietern für höhere Renditen.
- Eröffnen Sie mehrere 3a-Konten, um gestaffelte Bezüge zu ermöglichen und die Steuerprogression bei der Pensionierung zu senken.
Ihren Maximalbeitrag bestimmen
Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) passt den maximalen 3a-Beitrag regelmässig an. Für 2026 gilt: Wenn Sie einer Pensionskasse (2. Säule) angehören, können Sie bis zu CHF 7'258 abziehen. Für Selbstständige ohne Pensionskasse beträgt der Abzug 20 % des Nettoerwerbseinkommens, maximal CHF 36'288. Anders als die Riester-Rente in Deutschland ist die Säule 3a direkt vom steuerbaren Einkommen abziehbar — ein enormer Vorteil bei den Schweizer Steuersätzen.
Ein Beispiel: Wer den Maximalbetrag von CHF 7'258 einzahlt und einen Grenzsteuersatz von 30 % hat, spart rund CHF 2'177 Steuern pro Jahr. Ihren Wert für Kanton, Einkommen und Zivilstand zeigt der Steuerersparnis-Rechner.
Richten Sie im Januar einen Dauerauftrag ein. So profitieren Sie von der «Time in the Market»-Wirkung und verpassen garantiert nicht die Frist im Dezember.
Die richtige Anlagelösung wählen
Klassische Sparkonten in der 3. Säule bieten derzeit minimale Zinsen. Um die Inflation zu schlagen und Vermögen aufzubauen, sollten Sie auf wertschriftenbasierte Lösungen setzen. Die meisten Schweizer Banken bieten diese an, doch digitale Anbieter haben oft deutlich niedrigere Gebühren als traditionelle Banken.
Achten Sie auf Anbieter, die passive Indexfonds (ETF) mit einer Gesamtkostenquote (TER) unter 0,5 % anbieten.
Kein Kursrisiko, aber derzeit minimale Zinsen. Passt, wenn der Bezug in wenigen Jahren ansteht.
Schwankungen, dafür langfristig Renditechancen. Auf tiefe Gebühren und breit gestreute Indexfonds achten.
Bank oder Versicherung? Der Vergleich Säule 3a: Versicherung vs. Bank zeigt die Unterschiede.
Die Mehrkonto-Strategie umsetzen
Die Kapitalbezugssteuer in der Schweiz ist progressiv. Wenn Sie CHF 250'000 in einem einzigen Jahr beziehen, zahlen Sie deutlich mehr Steuern, als wenn Sie über fünf Jahre jeweils CHF 50'000 abheben.
Die Strategie: Eröffnen Sie bis zu 5 verschiedene 3a-Konten. Sobald das erste Konto rund CHF 50'000 erreicht hat, stoppen Sie die Einzahlungen und beginnen mit dem zweiten. So können Sie ab dem Pensionsalter jedes Jahr ein Konto auflösen — und die Steuerprogression bleibt tief.
- Konto 1 aufbauen
Einzahlen, bis rund CHF 50'000 erreicht sind.
- Konto 2 bis 5 eröffnen
Danach jeweils mit dem nächsten Konto weitermachen.
- Gestaffelt beziehen
Ab dem Pensionsalter jedes Jahr ein Konto auflösen.
Wie der Bezug besteuert wird, erklärt der Ratgeber Säule 3a auszahlen: Steuern.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mehr als fünf 3a-Konten haben?
Gesetzlich gibt es keine Obergrenze für die Anzahl der 3a-Konten. Die meisten Experten empfehlen jedoch fünf Konten, da dies dem üblichen 5-Jahres-Bezugsfenster vor dem Pensionsalter entspricht.
Ist die Säule 3a besser als die Säule 3b?
Die Säule 3a ist steuerlich absetzbar, aber bis zur Pensionierung «gesperrt». Die Säule 3b ist flexibler, bietet jedoch weniger Steuervorteile. Für die meisten Einwohner sollte die Säule 3a Vorrang haben.
Was passiert, wenn ich die Schweiz verlasse?
Wenn Sie die Schweiz dauerhaft verlassen, können Sie Ihr 3a-Kapital in der Regel beziehen. Es fällt allerdings eine Quellensteuer an, deren Höhe vom Kanton abhängt, in dem die Stiftung ihren Sitz hat.